Die Teilstückskunde vom Rind
Der Filetanteil beim Rind liegt etwa bei 2 Prozent. Entsprechend begehrt und teuer ist der Lungenbraten dann auch. Aber es gibt eine ganze Reihe von Alternativen, die geschmacklich genauso gut und für manchen Verwendungszweck sogar deutlich besser sind.
Aus kulinarischer Sicht ist ja ganz allgemein nicht dem ganz mageren, sondern dem durchwachsenen Fleisch der Vorzug zu geben. Besonders das sogenannte „intramuskuläre Fett“, also die sprachgebräuchliche „Marmorierung“, ist bei Bratstücken ein begehrter Qualitätsparameter. Dieses Fett schmilzt bei der Zubereitung und macht das Fleisch selbst saftig und zarter. Achten Sie auf helles, festes Fett – gelbes, weiches dagegen ist ein Zeichen für falsche Fütterung der Tiere oder Probleme bei der Behandlung des Fleisches.
Die Karkasse des Rindes kann grob in zwei Basistypen von Muskelfleisch unterschieden werden: Die Bewegungsmuskulatur – also die vordere Schulter, der Hals, Beine und Hüften. Sowie die „unterstützende Muskulatur“ wie Lende und Rippen.
1 Lungenbraten
2 Beiried
3 Rostbraten
4 Schale
5 Nuss
6 Tafelstück
7 Tafelspitz
8 Hüferscherzel
9 Hüferschwanzel
10 Weißes Scherzel
11 Hinteres Ausgelöstes
12 Dicke Schulter
13 Schulterscherzel
14 Mageres Meisel
15 Kruspelspitz
16 Kavalierspitz
17 Dicker Spitz
18 Rieddeckel
19 Brustkern
20 Hinterer Wadschinken und Wadelstutzen
21 Vorderer Wadschinken und Bugscherzel
22 Hals
23 Mittleres- und Dünnes Kügerl
24 Fettes Meisel
25 Platte


